Zum Thema „KMU – Lieblinge oder doch Stiefkinder der Politik ?“ veranstaltete der UV Unternehmerverband Berlin e.V im Vorfeld der Bundestagswahlen 2017 am 12. September 2017 eine Podiumsdiskussion mit Berliner Vertretern von CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Über 50 Mitglieder und Freunde des UV waren der Einladung bei deren Mitglied D&B gGmbH gefolgt und erlebten einen interessanten Abend.

 

Nach einem Empfang und der Begrüßung durch den Präsidenten des UV, Armin Pempe, eröffnete Frank Nehring – Herausgeber von Wirtschaft+Markt und Moderator des Panels – die Diskussionsrunde. Von allen Parteien wurde dabei den KMU bestätigt, dass sie als Rückgrat der Wirtschaft einer verstärkten Unterstützung durch die Politik bedürften. Allerdings ergab die sich dann anschließende Diskussion, dass angesichts konkret benannter Probleme für die klein- und mittelständischen Unternehmen seitens der Parteien dann doch unterschiedliche Schwerpunkte verfolgt werden. So hat sich die CDU u.a. auf die Fahnen geschrieben, den Fachkräftemangel durch eine Reduzierung der hohen Quote von Schulabbrechern (über 9 %) und eine gezielte Zuwanderung per neuem Einwanderungsgesetz zu bekämpfen. Die SPD möchte neben anderem verstärkt für die Vorteile der dualen Ausbildung, dies auch im Verhältnis zum Abitur und Studium, werben. Die Linke strebt besonderes für kleinere KMU (< 9 Mitarbeiter) u.a. eine Verbesserung der Beratungs- und Förderbedingungen an. Die Grünen betonten eine Vereinbarkeit von Wirtschaft und Politik, möchten aber bezüglich der für KMU wichtigen Mobilitätsfrage an dem Ausstieg aus der Verbrennungsmotor, dies zudem bereits bis 2030, festhalten. Die FDP zielt u.a. eine Reform der Arbeitsstättenverordnung an, und die AfD will die kleineren Unternehmen von bürokratischen Lasten befreien. Im Ergebnis war festzuhalten, dass hier angesichts der vielen Probleme – u.a. Bürokratie, Fachkräftemangel, Digitalisierung, der steuerliche „Mittelstandsbauch“ und Mobilitätsfragen – nicht alle Lösungsansätze überzeugten, und zudem bei vielen, teilweise schon seit langem bestehenden Problemen jedenfalls unverändert „dicke Bretter zu bohren“ sind.

 

Nach den Schlussworten des UV-Präsidenten klang der der Abend schließlich mit angeregten Gesprächen, diese besonders bezogen auf die Erkenntnisse aus der Podiumsdiskussion, und einem schönen, von D&B gGmbH offerierten Flying Buffet aus.

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