Die verstärkte Zusammenarbeit von Mittelständlern mit regionalen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Berlin und Brandenburg ist ein hoffnungsvolles Zeichen für die Krisenbewältigung. Um auch in Zukunft Arbeit und Beschäftigung sichern zu können, haben innovative Firmen beim Projektmanagement des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mehr Industrieforschungs-Fördermittel als jemals zuvor beantragt. In den ersten neun Monaten seit Programmstart wurden aus dem Etat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bis Ende Februar allein 15 Mio. Euro für exakt 101 Kooperationsprojekte zwischen Firmen und Forschungseinrichtungen bewilligt – ein Spitzenwert nach Sachsen und Baden-Württemberg. Zusätzlich gingen seit dem Start des Fördermoduls für einzelbetriebliche Projekte ZIM-SOLO im Januar 2009 insgesamt bereits 250 Anträge mit einem Fördervolumen von 30 Mio. Euro ein. Davon entfielen 22 Prozent auf .Antragsteller zwischen Havel und Spree.
Die Highlights der aktuellen Industrieforschung – neue Produkte, Lösungen, Verfahren und Dienstleistungen - werden am 1. Juli auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWi auf dem Gelände der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) in der Pankower Tschaikowskistraße präsentiert. Bei der 16. Leistungsschau mit diesmal mehr als 180 Innovationen ist Berlin-Brandenburg wiederum als einer der größten Aussteller mit 21 Spitzenexponaten vertreten. So stellt die Berliner eemagine Medical Imaging Solutions GmbH erstmals eine neuartige Haube zur Erfassung von EEG-Hirnströmen vor, während Wissenschaftler der Humboldt-Uni ein Aquarium mit in vitro vermehrten Wasserpflanzen zeigen. Mit dieser Technologie entfällt die Zwischenkultur im Gewächshaus komplett. Aus der Lausitz kommen Stahlpontons für schwimmende Häuser, die dem sauren Wasser in den entstehenden Tagebauseen mühelos widerstehen.
Die ZIM-Förderung war im Rahmen des Konjunkturpakets II für 2009 und 2010 um jährlich 450 Mio. Euro erhöht und zudem auf Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten erweitert worden. Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg hatte zum Start der erweiterten ZIM-Förderung Mittelständler und deren Forschungspartner zur Eile gemahnt. Anträge für Fördermittel aus dem Investitions- und Tilgungsfonds müssten als konjunkturelle Maßnahme bis spätestens Ende 2010 beantragt sein und stünden bis Ende 2011 zur Verfügung.
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